Privates

Zwischenbilanz

Manchmal kommt an einem Punkt in seinem Leben, an dem man sich fragt, wo der Fehler gelegen hat.

Ich vergleiche das Leben gern mit einem Weg – das ist so schön symbolisch, und ich bin ja beileibe nicht die erste, die darauf gekommen ist.

Um bei diesem Bild zu bleiben, denke ich, dass ich des öfteren mal falsch abgebogen bin. Häufig habe ich Umwege genommen, versteckte Feldwege voll von Stolperfallen. Immer wieder habe ich aber den Weg zurück gefunden, zumindest würde ich das im nachhinein so betrachten. Im Augenblick aber ist der Weg, auf dem dem ich mich gerade bewege, schon seit längerem sehr verworren. Irgendwo erschien immer wieder eine Lichtung, die so aussah, als führe sie mich auf den Hauptweg zurück.

In den letzten 2 ½ Jahren bin ich immer wieder dem Glück nachgerannt, habe mich an jeden Strohhalm geklammert, der sich irgendwo anbot. Gerade ein Jahr ist es her, dass ich der Erfüllung meines Wunsches so nahe war. Die Chance auf ein völlig neues Leben lag vor mir – hätte ich sie ergriffen, würde ich heute irgendwo in NRW sitzen, wäre verlobt und würde demnächst heiraten. Nun wird einer anderen genau das zuteil. Diese Nachricht war für einen Moment verwirrend für mich, aber Eifersucht und Neid spürte ich ganz ehrlich nicht. Ja, ich sehne mich nach einer Partnerschaft, aber das funktioniert ohne Liebe nicht. Ich sehe jetzt gerade ganz klar: weder war er die Liebe meines Lebens noch wollte ich mir vorstellen, wie der Rest meines Lebens mit einem Schlag verplant wird. Ich sah mich im Reihenhaus, mit Kind, als Gastgeberin von Kaffeekränzchen für die Generals-Gattinnen - und bekam das kalte Grausen. Nein, das bin ich nicht.

Ich arbeite so weit es geht an mir, und versuche, Kritik immer produktiv umzusetzen. Nach einem der bisher traurigsten Schicksalsschläge meines Lebens schwor ich mir also, mich nicht mehr so abhängig zu machen. Der Herr General in Spe erklärte mir daraufhin, ich habe letztlich die Trennung ja so gewollt, weil ich in die Beziehung nicht investiert habe.

Ich war so oft verzweifelt, weil ich dieses Gefühl, das wir Liebe nennen, einfach nicht mehr finden konnte. Nun gerade erst wollte es wieder beginnen, sich einzustellen. Ich war dieser alten Vertrautheit näher als je zuvor. Während ich es allerdings aufbaute und das erste mal wieder bereit war zu investieren, machte das Schicksal andere Pläne. Fazit: ich wurde gemocht, aber nicht geliebt. Klar geworden sei ihm das, als ich ihm mal per sms schreib, dass er mir fehle. Ich bin allerdings wirklich froh über die Ehrlichkeit, und dafür, dass das ganze nur 8 Wochen gedauert hat und nicht noch tiefer ging.

Was soll ich sagen: ich schwankte zwischen Lachen und Weinen, als er mir sagte, ich sei die toleranteste Freundin gewesen, die er je gehabt habe und habe ihm so viel Freiraum gelassen wie keine andere zuvor..


1 Kommentar 1.9.09 18:02, kommentieren

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Die Puppe

Noch eben ein paar persönliche Zeilen zu meiner momentanen Stimmung.

Statt vieler Erklärungen ein Gedicht, das ich heute morgen getextet habe:

Ein Spielzeug
eine Schlenkerpuppe
auf das Gesicht ein nettes Lächeln gemalt
sitzt still in der Ecke

Sanfte Küsse
Eine Umarmung
wenn es gerade jemandem einfällt
zu ihr zu gehen

Der Dachboden
ihr Zuhause
bis sie wieder jemand eine Weile
bei sich haben will

1 Kommentar 19.5.09 03:54, kommentieren

.. nun ist er weg

und ich bin verwirrt.

Im Moment weiß ich einfach nicht, was ich will.

Ich bin traurig über den Abschied - manchmal merkt man erst, wenn es weg ist, was man vermisst. 

Was aber vermisse ich? Ist es Gewohnheit, oder ist es wirklich ER, der mir fehlt?

Habe ich die richtige Entscheidung getroffen, oder habe ich gerade eine Chance verpasst, die mir das Schicksal zugespielt hat, irgendwo von vorne anzufangen?

Na ja, ich habe jetzt ja Zeit, darüber nachzudenken, bis wir uns wiedersehen. 

 

 

 

 

1 Kommentar 6.4.09 19:02, kommentieren

Höchststrafe?

Sagtest du nicht selbst mal, es sei die Höchststrafe, die man jemandem zuteil werden lassen kann, wenn man den Kontakt abbricht?

Es ist sehr schade, dass wir nicht einmal mehr miteinander reden können..

23.3.09 16:11, kommentieren

Wieder allein

Nun wohne ich also wieder allein.

Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass ich mich darüber freuen würde.

Ja, ich bin traurig, aber ich bin froh über meine wiedergewonnene Freiheit.

Im Augenblick stelle ich fest, ich kann nicht mehr geben, bin nicht mehr bereit zu teilen. 

Und ich stelle fest, ich kann nicht mehr lieben. Die Liebe, die ich hatte, liegt noch bei Dir rum - ich hatte noch keine Gelegenheit, sie abzuholen.                                                                                                                                                       Ich lebe eine Lüge, gebe Gefühle, die doch für einen anderen bestimmt sind.

Welch Ironie -  nachdem es zu spät war, ging mein Wunsch in Erfüllung, ich wohnte direkt bei Dir. So oft sah ich Deine Straße vom Balkon und wurde pausenlos daran erinnert, dass Du obwohl so nah, so unerreichbar fort warst. ich hatte Angst, Dir zu begegenen, und habe es mir doch so sehr gewünscht. Vor allem hatte ich Angst, Euch zusammen zu sehen.

Unzählige Male habe ich Dir in solchen Momenten in Gedanken geschrieben, habe poetische Worte verfasst über Liebe und über meine Traurigkeit. Worte darüber, dass es weh tut, vergessen und Vergangeheit zu sein. Aber ich könnte doch nichts sagen, was Du nicht schon längst weißt. Also habe ich geschwiegen.

Ich hoffe, dass Du glücklich bist und gefunden hast, was ich Dir nicht geben konnte.

 

16.3.09 01:52, kommentieren

Leere

Im Moment fühle ich mich allein umringt von Menschen.

Die Hochzeit der besten Freundin sollte wohl eigentlich ein fröhliches Ereignis sein - mir ging es schlecht wie seit langem nicht mehr.

Ich weiß, es gibt kein Zurück mehr. Ich bin auch viel zu verletzt, als dass ich zurück wollen würde.

Trotzdem kann ich nicht aufhören, Dich zu vermissen.

ich vermisse so sehr jemanden, der mir zuhört, der mich in den Arm nimmt und mit dem ich all das, was ich gerade erlebe, teilen kann.

 

Das hier ist für Dich.

 

Lachen kann ich nur für dich
Du bleibst stumm
und ich weiß
ich sollt´ wieder geh´n
Reden konnt´ ich nur mit dir
Nacht für Nacht
Decktest zu mich mit ´nem Wort von dir
und du warst immer nah

(Lachen - Rosenstolz)

 

 

1 Kommentar 9.9.08 20:26, kommentieren

Urlaub

So, gerade frisch heimgekehrt aus dem bajuwarischen, na ja, mittelfränkischen Exil.

Bayern und ich, das ist in etwa so wie in dem alten Witz:

Beim Beteten eines Fahrstuhls trifft ein Preuße auf einen Bayern, der ihn mit "Grüß Gott" anspricht. Darauf der Preuße: "Wat, nee, also so hoch wollt ick nu och nich fahr'n".


Wie dem auch sei - ich war da. Und zum ersten Mal auf einem Festival in Bayern. Das Festival war super, und zu meinem Erstaunen sind betrunkene Bayern, zumindest die, die ich getroffen haben, ein sehr friedliches Völkchen.



Der Tag war verdammt heiß. Die Burg birst bei 5000 Besuchern beinahe auseindander, und ich habe bei so manchen Outifts aus Leder oder schwerem Samt zwischen Bewunderung und Entsetzen geschwankt.

Leider waren wir für Volkstrott zu spät eingetroffen. Allen Unkenrufenrufen zum Trotz waren Haggard und Knorkator ein echtes Erlebnis für mich. Schandmaul war natürlich auch großartig. Richtig toll, wenn auch etwas sehr klein, auch der Markt. Auch die Feuershow hat mir gut gefallen.

Nur eine Bitte: Liebe Veranstalter, vielleicht köntet Ihr das nächste Mal für ausreichend Getränke sorgen



Nun denn, ein "Prost" auf Veldenstein. Meine Grüße ergehen an Volkstrott, alle Helfer und Fans- hoffe, ihr seid gut in der Heimat gelandet und wart am Sonntag im Studio nicht all zu platt. Gruß auch an alle, die da waren und Spaß hatten. Nicht zuletzt natürlch besondere Grüße an meine Begleiter. Hat Spaß gemacht mit Euch.

Tja, die Rückfahrt war dann ein Fall für sich. Nachdem ich, wie sollte das auch anders sein, natürlich den Zug verpasst hab und mir somit mit meinem Rückfahrticket ein spezielles Körperteil abwischen konnte, lagen mehr als 7 1/2 Stunden Bummelbahn vor mir. Nur ich und mein Herr Konsalik. Der war so spannend, dass ich mich dann des öfteren darauf beschränkt habe, mir die Landschaft zu betrachten. Das ging dann Wald-Wiese-Kuh-Pferd, Kuh-Wiese- Pferd-Wald,..

30.7.08 13:42, kommentieren