Wieder allein

Nun wohne ich also wieder allein.

Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass ich mich darüber freuen würde.

Ja, ich bin traurig, aber ich bin froh über meine wiedergewonnene Freiheit.

Im Augenblick stelle ich fest, ich kann nicht mehr geben, bin nicht mehr bereit zu teilen. 

Und ich stelle fest, ich kann nicht mehr lieben. Die Liebe, die ich hatte, liegt noch bei Dir rum - ich hatte noch keine Gelegenheit, sie abzuholen.                                                                                                                                                       Ich lebe eine Lüge, gebe Gefühle, die doch für einen anderen bestimmt sind.

Welch Ironie -  nachdem es zu spät war, ging mein Wunsch in Erfüllung, ich wohnte direkt bei Dir. So oft sah ich Deine Straße vom Balkon und wurde pausenlos daran erinnert, dass Du obwohl so nah, so unerreichbar fort warst. ich hatte Angst, Dir zu begegenen, und habe es mir doch so sehr gewünscht. Vor allem hatte ich Angst, Euch zusammen zu sehen.

Unzählige Male habe ich Dir in solchen Momenten in Gedanken geschrieben, habe poetische Worte verfasst über Liebe und über meine Traurigkeit. Worte darüber, dass es weh tut, vergessen und Vergangeheit zu sein. Aber ich könnte doch nichts sagen, was Du nicht schon längst weißt. Also habe ich geschwiegen.

Ich hoffe, dass Du glücklich bist und gefunden hast, was ich Dir nicht geben konnte.

 

16.3.09 01:52

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