22.8. Abschied

Heute, an meinem letzten Tag, standen mir beinahe die Tränen in den Augen. Aber nicht vor Abschiedsschmerz, obwohl mir die Einrichtung bestimmt fehlen wird, sondern aus Frustration.

Zunächst fand ich es schrecklich, dss ich an meinem letzten Tag noch so eine negative Erfahrung machen musste.

Ich mochte bei der Arbeit in der Psychiatrie immer besonders gerne, dass ich mir Zeit für die Patienten nehmen und auf ihre Bedürfnisse eingehen konnte.

Und ausgerechnet heute trieb unsere Chefin uns völlig unnötigerweise zur Eile an.

Ich habe mich beim Waschen abgehetzt, so gut ich konnte. Das Ergebnis war, dass meine ohnehin verwirrte Opatientin sich unwohl gefühlt hat und meinte "Sie sind so gehetzt". Da hat sie wohl recht. gerade Demente nehmen gefühle enorm fein auf.

"Verwirrt nicht die Verwirrten", fällt mir dazu ein. Schade.. So wollte ich nie arbeiten und will es auch in Zukunft nicht..


Außerdem wurde mein Abschied so ziemlich komplett übergangen. Kein Dankeschön, von einem Präasent erst gar nicht zu reden. keine Frage danach, wie es jetzt weiter geht..

Ich habe im Moment wenig Bedarf, die nochmal besuchen zu gehen. Werde aber trotzdem am Montag noch mal vorbei gehen.

Ich meine, ich kenne meine Schwächen, ich weiß, dass ich bestimmt genügend Fehler gemacht habe. Aber ich finde nicht, dass ein Abschied SO aussehen muss..

28.8.08 21:43

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